Christmas Eve reminds me of an occasion years ago, when a befriended mother asked me if I wanted to hold her little child. First I had the feeling to carry dynamite or 10 boxes of eggs in my arms, but this feeling vanished fast, and I was aware of the soft down, the unique baby smell of the head. What an honor to hold this fragile and precious gift of God in my arms!

I have another flashback. Not that I was there in this special night or that I had to reread it in the bible, it’s nearly engraved in my memory or should I better say, it’s engraved in my heart, which is not less real for me than that afternoon was, when I was honored to hold this little child:

The night when Jesus was born. It may have something to do with the Christian tradition I grew up in, but this strange night a long time ago has a meaning for me that is more real than the smell of the baby’s head that afternoon in the small kitchen of the befriended mother many years ago.

When I picture the crib scene, Maria and Joseph standing near the Jesus child lying in the crib, embedded in straw, the ox and donkey almost hidden in the dark background of the stable, the three Magi guided by the Christmas star, bringing gifts for the infant and the shepherds and their flock standing in a greater distance to the stable, blended by the light of the heavenly angels, than I don’t ask imho unimportant questions, which you maybe have yourself, or is asked by science: “A child born by a virgin?” Or “From where come the three Magi?”, which are doubted by science to have been there at all, not to mention the angels. They vanish like the ox and donkey in the dark background, behind birth, life and death of that little baby. If we want to understand the meaning of the birth, we have to overlook Jesus’ whole life and death.

When you look back after the gift of a long life, you may ask yourself: What was its meaning, what was its purpose? What were the highlights of your life you are remembered for by the posterity? What were the traces, you left in this life and in the hearts of other people? All this stress running in the rat race of the humdrum daily life! What was the main idea of my life? What remains, when I’m gone? Or let me use another example. Writing your letter of application you only have a few key events like training, work experience and change of the jobs, which are alone interesting for the recruiter. Likewise, the New Testament is not a biography of Jesus, but more like a letter of recommendation from the old employer.

Jesus was more than a nice guy or a do-gooder, more than a miracle healer or the sweet Jesus child. At least, what he was depends a little on your own point of view. At least, the question of who Jesus was can’t be objectively answered. Objectivity is a matter of the mind. But to approach Jesus we don’t need the mind but the heart. Because “it is only with the heart that one can see rightly, what is essential is invisible to the eye.” (Antoine de Saint-Exupery)

Therefore, it is a fatal error of Christianity to try to fight science. Faith and science are different categories and can’t be compared with each other. They are not even like the famous comparing of apples and oranges. Trying to prove the miracles, the resurrection, or Jesus’s sonship of God, impossible! These are all spiritual matters with whom Religion deals with, meanwhile science deals with the material world. These are all matters of the heart and not of the mind.

But look: When I see Jesus, I see light in darkness, love in a world of hate, meaning and freedom instead of insanity and bondage, forgiveness and acceptance, instead of worthlessness and perfectionism. When I see Jesus, I see life instead of death. When I see Jesus, I see God. (Volker Schunck)


Heiligabend erinnert mich an ein Ereignis vor Jahren, als mich eine befreundete Mutter fragte, ob ich ihr kleines Kind halten wolle. Zuerst hatte ich das Gefühl Dynamit oder 10 Kartons mit Eiern in meinen Armen zu halten, aber dieses Gefühl verschwand schnell, als ich des weichen Flaums und des einzigartigen Babygeruchs seines Kopfes gewahr wurde. Was für eine Ehre, diese zerbrechliche und kostbare Gabe Gottes in meinen Armen zu halten!

Ich habe einen anderen Flashback. Nicht das ich in dieser besonderen Nacht da war, oder dass ich sie in der Bibel nachlesen musste, sie ist nahezu eingraviert in meine Erinnerung, oder sollte ich besser sagen, eingraviert in mein Herz, die für mich nicht weniger wirklich ist als dieser Nachmittag, als ich die Ehre hatte, das kleine Kind zu halten:

Die Nacht in der Jesus geboren wurde. Es mag etwas mit der christlichen Tradition zu tun haben, in der ich aufgewachsen bin, aber diese seltsame Nacht vor langer Zeit hat eine Bedeutung für mich, die beinahe wirklicher ist als der Geruch des Babykopfes an diesem Nachmittag in der kleinen Küche der befreundeten Mutter vor vielen Jahren.

Wenn ich mir die Krippenszene ausmale, Maria und Josef stehen nah bei dem Jesuskind, das in der Krippe liegt, eingebettet in Stroh, der Ochse und der Esel beinahe verborgen im dunklen Hintergrund des Stalls, die drei Weisen aus dem Morgenland, geführt durch den Weihnachtsstern, bringen dem Säugling Geschenke, und die Schäfer und ihre Schafherde in größerer Distanz zum Stall stehend, geblendet durch das Licht der himmlischen Engel, dann stelle ich nicht die imho unbedeutende Frage, die Sie vielleicht selbst haben, oder die die Wissenschaft stellt: “Ein Kind von einer Jungfrau geboren?” Oder “Woher kommen die drei Weisen?”, deren Anwesenheit die Wissenschaft komplett anzweifelt, von den Engeln ganz zu schweigen. Sie verschwinden wie Ochs und Esel im dunklen Hintergrund, hinter Geburt, Leben und Tod des kleinen Babys.

Wenn man nach dem Geschenk eines langen Lebens zurückblickt, mag man sich fragen: Was war seine Bedeutung, was sein Zweck? Was waren die Höhepunkte deines Lebens, an die sich die Nachwelt erinnert? Was waren die Spuren, die du in diesem Leben und in den Herzen der anderen Menschen hinterlassen hast? All dieser Stress im Hamsterrad des alltäglichen Lebens! Was war der rote Faden in meinem Leben? Was bleibt, wenn ich nicht mehr da bin? Oder lassen Sie mich ein anderes Beispiel benutzen. Wenn man eine Bewerbung schreibt, muss man nur ein paar Schlüsselereignisse wie Ausbildung, Arbeitserfahrung und Arbeitsplatzwechsel beschreiben, welche alleine für den Personalchef interessant sind. Eben so ist das Neue Testament keine Biografie von Jesus, sondern eher wie ein Empfehlungsschreiben des alten Arbeitgebers.

Jesus war mehr als ein netter Kerl und Gutmensch, mehr als ein Wunderheiler oder das süße Jesuskind. Was er war, hängt letztlich ein wenig von Ihrem eigenen Standpunkt ab. Letztlich kann die Frage, wer Jesus war, nicht objektiv beantwortet werden. Objektivität ist eine Angelegenheit des Verstandes. Aber um uns Jesus zu nähern, brauchen wir nicht unseren Verstand sondern unser Herz. Weil man nur „mit dem Herzen gut sieht, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ (Antoine de Saint-Exupery)

Deshalb ist es ein fataler Irrtum der Christenheit, zu versuchen, gegen die Wissenschaft anzukämpfen. Glaube und Wissenschaft sind vollkommen unterschiedliche Kategorien und können nicht miteinander verglichen werden. Sie sind noch nicht einmal wie der berühmte Vergleich von Äpfel und Birnen. Der Versuch die Wunder, die Auferstehung oder Jesu Sohnschaft Gottes zu beweisen, unmöglich! Das sind alles geistliche Angelegenheiten, mit denen sich die Religion beschäftigt, während sich die Wissenschaft mit der materiellen Welt beschäftigt. Das sind alles Angelegenheiten des Herzens und nicht des Verstands.

Aber sehen Sie: Wenn ich Jesus sehe, sehe ich Licht in der Finsternis, Liebe in einer Welt von Hass, Sinn und Freiheit anstatt Wahnsinn und Gebundenheit, Vergebung und Akzeptanz, anstatt Wertlosigkeit und Perfektionismus. Wenn ich Jesus sehen, sehe ich Leben anstelle von Tod. Wenn ich Jesus sehe, sehe ich Gott. (Volker Schunck)

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